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Überwindung von Trauma: Traumatherapie und Tipps für Angehörige | Health Celerates
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Kann es Dich auch treffen? PTBS als Überaktivierung der Erinnerungen an traumatische Erlebnisse!
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Posttraumatische Belastungsstörung – Symptome & Behandlung von PTBS 😣🧠 | AOK
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Wie helfe ich jemandem mit PTBS? (Teil 1: Grundlagen und Verstehen)
Wenn ein nahestehender Mensch von einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) betroffen ist, verändert das oft die gesamte Dynamik in der Beziehung, der Familie oder im Freundeskreis. Man möchte helfen, spürt jedoch gleichzeitig eine große Hilflosigkeit, weil das Verhalten des Betroffenen plötzlich fremd, abweisend oder unberechenbar wirken kann. Um adäquate Unterstützung leisten zu können, ist der erste und wichtigste Schritt nicht etwa das Handeln, sondern das Verstehen: Was passiert eigentlich im Gehirn und in der Seele eines Menschen, der ein Trauma erlebt hat?
Die unsichtbaren Wunden verstehen
Eine PTBS ist keine Charakterschwäche und auch kein Zeichen mangelnder Willenskraft. Sie ist vielmehr eine physiologische und psychologische Schutzreaktion, die nach einem extremen Ereignis – wie einem Unfall, Gewalt, Naturkatastrophen oder schweren Verlusten – stecken geblieben ist. Normalerweise verarbeitet das Gehirn Erlebnisse im Schlaf und ordnet sie als „Vergangenheit“ ein. Bei einer PTBS funktioniert dieser Mechanismus gestört: Das traumatische Erlebnis bleibt im Nervensystem quasi in einer Dauerschleife gefangen.
Für Angehörige bedeutet dies, dass Betroffene oft in einem ständigen Alarmzustand leben. Sie reagieren auf scheinbar harmlose Reize (Trigger) mit heftiger Angst, Panik, Wut oder völliger emotionaler Erstarrung. Wenn Sie jemanden unterstützen möchten, müssen Sie lernen, diese Reaktionen nicht persönlich zu nehmen. Ein abruptes Wegzucken bei einer Berührung oder ein plötzlicher Wutausbruch sind keine Angriffe gegen Sie, sondern Überlebensreaktionen des betroffenen Nervensystems.
Die Rolle des sicheren Raums
Als Angehörige oder Nahestehende sind Sie oft die wichtigste Brücke zur Außenwelt, aber Sie können keine professionelle Therapie ersetzen. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, einen absolut sicheren, bewertungsfreien Raum zu schaffen.
Geduld und Verlässlichkeit: Betroffene erleben die Welt als unkontrollierbar und bedrohlich. Verlässliche Absprachen, Pünktlichkeit und Ehrlichkeit geben ihnen das Gefühl von Sicherheit zurück.
Kein Druck zur Aussprache: Drängen Sie die betroffene Person niemals dazu, über das Erlebte zu sprechen, bevor sie selbst dazu bereit ist. Das wiederholte Aufwühlen von Details kann retraumatisieren. Signalisieren Sie stattdessen: „Ich bin da, wenn du reden möchtest, aber du musst nicht.“
Aktives Zuhören ohne Ratschläge: Wenn sich der Betroffene öffnet, widerstehen Sie dem Drang, Lösungen anzubieten oder das Geschehene zu relativieren („Es ist ja zum Glück vorbei“). Nehmen Sie den Schmerz und die Angst ernst und spiegeln Sie Mitgefühl wider.
Die Videos oben bieten vertiefende Einblicke in die Symptomatik der PTBS sowie wertvolle Tipps für Angehörige, wie der Spagat zwischen Empathie und der eigenen emotionalen Abgrenzung im Alltag gelingen kann.
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