Der Dschungel der deutschen Orthographie: Wie schreibt man „siebenmal“ richtig?
Die deutsche Rechtschreibung birgt oft kleine Fallstricke, die selbst eingefleischte Sprachfans ins Grübeln bringen können. Einer dieser scheinbar simplen, aber in der Praxis häufig falsch verhandelten Ausdrücke ist das Wiederholungszahlwort für die Zahl sieben in Verbindung mit dem Wort „mal“. Wer einen Text verfasst, sei es für die Schule, die Universität oder den professionellen Bereich, stolpert unweigerlich über die Frage: Zusammenschreiben, getrennt oder mit Bindestrich? Die Unsicherheit ist groß, denn im Dschungel aus amtlichen Regelwerken, Ausnahmen und stilistischen Empfehlungen verliert man schnell den Überblick.
Die offizielle Regel nach dem Duden: Zusammenschreibung als Standard
Im Zentrum der deutschen Grammatik steht für diesen Fall eine klare Empfehlung des amtlichen Regelwerks. Standardmäßig wird das Wort siebenmal als ein einziges Wort zusammengeschrieben.
Beispiel:
„Ich habe dir das jetzt schon siebenmal erklärt!“ Beispiel:
„Die Glocke schlug siebenmal vorbruchartig in der Nacht.“
Der Grund hierbei ist, dass es sich um ein unflektiertes Adverb handelt, das eine Wiederholung anzeigt. Ähnlich wie bei zweimal, dreimal oder hundertmal verschmelzen Zahlwort und das Substantiv „Mal“ im Laufe der Sprachgeschichte zu einer festen Einheit. Diese Zusammenschreibung ist in den allermeisten Kontexten die sicherste und empfohlene Wahl, um im Lesefluss keine Stolpersteine einzubauen.
Die Alternative mit Ziffern: Der Bindestrich
Eine sehr häufig genutzte Variante im modernen Schriftverkehr, insbesondere in journalistischen Texten, Anleitungen oder statistischen Berichten, ist die Verwendung von Ziffern. Hier greift eine andere Regel des amtlichen Regelwerks:
Schreibweise:
7-mal
Wenn Sie die Ziffer verwenden, verlangt die deutsche Rechtschreibung zwingend einen Bindestrich vor dem „mal“. Eine Schreibweise wie „7 mal“ (ohne Bindestrich) gilt im Regelfall als veraltet oder orthografisch nicht empfohlen, während die Kombination aus arabischer Ziffer und Bindestrich (7-mal) für maximale Klarheit sorgt.
Fazit und Praxistipps für den Alltag
Die wichtigsten Varianten im direkten Vergleich
Wenn es darum geht, die verschiedenen Schreibweisen korrekt anzuwenden, hilft ein strukturierter Blick auf die amtlichen Regeln der deutschen Rechtschreibung. Je nach Kontext und Stilpräferenz stehen Ihnen unterschiedliche Optionen zur Verfügung:
Das zusammengesetzte Adverb: Die Zusammenschreibung als siebenmal ist der absolute Standard und in den allermeisten Fällen die empfohlene Schreibweise (Beispiel: „Das habe ich dir schon siebenmal gesagt.“).
Die Ziffernschreibweise:
Mit Ziffern verkürzt sich die Darstellung zu 7-mal. Hierbei ist der Bindestrich zwingend vorgeschrieben, um den Ziffernblock und das Wort klar miteinander zu verknüpfen. Die Getrenntschreibung:
Eine Getrenntschreibung als sieben Mal ist ebenfalls zulässig, wird jedoch vor allem dann eingesetzt, wenn eine besonders starke Betonung auf der Ziffer beziehungsweise der reinen Anzahl liegen soll.
Häufige Stolpersteine und Ausnahmen
Ein typischer Fehler im Schreiballtag entsteht oft bei der Verwechslung mit substantivierten Ausdrücken. Sobald das Wort durch einen Artikel oder ein Adjektiv als Nomen verwendet wird, ändert sich die Grammatik grundlegend.
Merksatz: Steht ein Begleiter davor, handelt es sich um ein Substantiv. In diesem Fall wird immer groß- und getrenntgeschrieben: „Das ist nun schon das siebte Mal.“
Ebenfalls zu beachten ist der Unterschied zuordnenden Zusammensetzungen wie siebenmalig.
Abschließende Empfehlung
Für eine saubere, moderne und gut lesbare Schriftsprache in E-Mails, Artikeln oder offiziellen Dokumenten fahren Sie am besten mit der Standardschreibung siebenmal. In Texten mit vielen Zahlen oder statistischen Daten sorgt hingegen die Variante 7-mal für eine rasche visuelle Erfassbarkeit.
Haben Sie in Ihren eigenen Texten bisher eher zur Getrennt- oder zur Zusammenschreibung gegriffen?
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