Verneinungen in der englischen Grammatik: Keine Mathematik
Im Deutschen wie im Englischen gilt eine klare Regel: Zwei Verneinungen ergeben keine Bejahung. Anders als in der Mathematik, wo „minus mal minus gleich plus“ ergibt, funktioniert diese Logik in der Sprache nicht. Wenn im Englischen etwa steht: „I don’t need no help“, wirkt das zwar umgangssprachlich – vor allem in bestimmten Dialekten –, ist aber grammatikalisch falsch und verwirrend, besonders im wissenschaftlichen Kontext.
Wissenschaftliche Texte sollten klar, direkt und einfach formuliert sein. Wenn Autor*innen mehrere Verneinungen in einem Satz verwenden, wie beispielsweise „There isn’t no evidence“, macht das den Sinn schwer verständlich. Die Negationen heben sich nicht auf, sondern erschweren das Verständnis. Leser*innen müssen länger überlegen, was genau gemeint ist – und das ist bei wissenschaftlicher Kommunikation kontraproduktiv.
Deshalb gilt: Vermeiden Sie Doppelverneinungen. Schreiben Sie stattdessen deutlich und präzise. Statt „There is no reason not to include the data“ sagen Sie besser: „The data should be included.“ So wird Ihre Aussage stärker und der Text leichter lesbar.
Sprache lebt zwar von Nuancen, doch in der Wissenschaft zählt Klarheit. Zwei „Neins“ ergeben kein „Ja“ – weder im Satz noch im Sinn.
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