Spezielle Brillen bei Grauem Star: Sinnvoll oder nicht?

Wenn der Graue Star (Katarakt) die Sicht zunehmend trübt, stellt sich vielen Betroffenen die Frage: Können spezielle Brillen helfen? Die Antwort ist klar: Es gibt zwar keine Brille, die den Katarakt heilt – die einzige wirksame Behandlung bleibt die Operation –, aber es gibt optimierte Brillen- und Sonnenbrillenmodelle, die das Sehen erleichtern können.

Solche Brillen sind darauf ausgelegt, Sehprobleme wie verminderte Helligkeitswahrnehmung, Blendungsempfindlichkeit und Farbverfälschung zu reduzieren. Besonders getönte Gläser, etwa mit bernstein- oder bräunlicher Farbe, können bei schlechten Lichtverhältnissen helfen und den Kontrast verbessern. Tagsüber schützen sie zudem vor UV-Strahlen, die zur Entstehung und Verschlimmerung von Katarakten beitragen können.

Einige Modelle eignen sich speziell für die Nachtsicht, etwa durch Antireflex-Beschichtungen, die Streulicht reduzieren. Auch die Wahl des richtigen Rahmens spielt eine Rolle: Ein enger Sitz verhindert, dass seitlich Licht in das Auge gelangt und die Blendung verstärkt.

Trotzdem: Keine Brille ersetzt eine medizinische Behandlung. Sobald der Graue Star das tägliche Leben deutlich beeinträchtigt – etwa beim Lesen, Fahren oder Erkennen von Gesichtern – ist eine Operation der betroffenen Linse der sicherste und effektivste Weg, um die Sehkraft wiederherzustellen.

Dennoch können spezielle Brillen eine wertvolle Unterstützung sein – vor allem in der Übergangszeit vor einer Operation oder wenn diese aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist.

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