Der Dexamethason-Test: Klarheit beim Verdacht auf Cushing-Syndrom
Wer unter anhaltenden Beschwerden wie ungeklärter Gewichtszunahme, Muskelverlust oder Bluthochdruck leidet, steht manchmal vor der Frage: Liegt womöglich eine hormonelle Ursache vor? Ein Auslöser für solche Symptome kann das Cushing-Syndrom sein, bei dem der Körper dauerhaft zu viel des Stresshormons Cortisol bildet. Um diesen Verdacht medizinisch abzuklären, greifen Fachärzte auf den sogenannten Dexamethason-Hemmtest zurück.
Der Test überprüft, wie empfindlich der Regelkreis der Hormonproduktion auf äußere Einflüsse reagiert. Der Ablauf ist unkompliziert: Am Abend vor der Untersuchung nimmt die betroffene Person eine Tablette mit dem Wirkstoff Dexamethason ein. Bei einem gesunden Organismus führt dieses Signal dazu, dass die körpereigene Produktion von Cortisol über Nacht gedrosselt wird.
Am nächsten Morgen folgt eine Blutentnahme im Labor. Zeigt die Auswertung, dass der Cortisolspiegel trotz der Tabletteneinnahme weiterhin erhöht ist, konnte die körpereigene Produktion nicht erfolgreich unterdrückt werden. Ein solches Ergebnis gilt in der Endokrinologie als wichtiger Hinweis auf ein vorliegendes Cushing-Syndrom und bildet die Basis für weitere gezielte Untersuchungen.
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