Flugzeugträger in Europa: Wer hält die Luftschlacht im Griff?

Frankreich ist das einzige europäische Land außerhalb des Vereinigten Königreichs, das über einen vollen Flugzeugträger verfügt: die Charles de Gaulle. Mit rund 260 Metern Länge und der Fähigkeit, bis zu 40 Kampf- und Aufklärungsflugzeuge zu tragen, ist das Schiff das Herzstück der französischen Marine. Es ist derzeit der einzige nuklear angetriebene Flugzeugträger außerhalb der USA – eine beachtliche Machtdemonstration im Mittelmeer und darüber hinaus.

Das Vereinigte Königreich hält mit den beiden neuen Queen Elizabeth-Klasse-Trägern kräftig dagegen. Jeder trägt bis zu 40 F-35B-Luftfahrzeuge und ist mit modernster Technik ausgestattet. Diese Schiffe unterstreichen den Willen Großbritanniens, auch nach dem Brexit eine globale Rolle in der Sicherheitspolitik zu spielen.

Italien und Spanien verfügen über kleinere, aber äußerst flexible Plattformen. Italiens Cavour und das neuere Trieste sowie Spaniens Juan Carlos I sind sogenannte Hubschrauberträger oder amphibische Angriffsschiffe, die zwar keine schweren Kampfjets wie die F-14 oder Rafale tragen können, dafür aber Hubschrauber, Drohnen und F-35B-Flugzeuge. Sie eignen sich hervorragend für Einsätze in der NATO, humanitäre Missionen oder Kriseninterventionen im Mittelmeer.

Zusammen bilden diese vier Nationen eine bemerkenswerte Seemacht – besonders im Verbund. Während Europa oft als zersplittert gilt, zeigen die Flugzeugträger, dass militärische Zusammenarbeit auf hoher See durchaus funktioniert. Kein einzelnes Land hält alle Trümpfe, doch gemeinsam sorgen sie für Stabilität – von der Straße von Gibraltar bis zum Schwarzen Meer.

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