Warum rohe Kartoffeln gesünder sind: Die Kraft der resistente Stärke

Wer auf eine bewusstere Ernährung achtet, stößt früher oder später auf den Begriff resistente Stärke. Dabei handelt es sich um eine besondere Form von Stärke, die der Körper nicht vollständig verdauen kann – was überraschenderweise gut für die Gesundheit ist. Diese Art von Stärke erreicht den Darm weitgehend unverändert und dient dort als Nahrung für nützliche Darmbakterien. Dadurch wirkt sie ähnlich wie Ballaststoffe und fördert eine gesunde Darmflora.

Interessant ist, dass rohe Kartoffeln eine natürliche Quelle für resistente Stärke sind. In ihrem rohen Zustand enthalten sie feste Stärkekörnchen, die der Verdauung widerstehen. Doch Vorsicht: Gekocht verlieren Kartoffeln diesen Effekt weitgehend, da die Hitze die Struktur der Stärke verändert. Ganz anders sieht es bei abgekühlten, gekochten Kartoffeln aus – auch hier bildet sich teilweise resistente Stärke durch sogenannte retrogradisierte Stärke, besonders wenn sie vorher abgekühlt wurden.

Neben Kartoffeln findet man resistente Stärke auch in grünen Bananen, Hülsenfrüchten wie Bohnen oder Linsen und in Getreidekörnern. Diese Lebensmittel liefern nicht nur langanhaltende Energie, sondern können auch helfen, den Blutzuckerspiegel stabiler zu halten und sogar Kalorien einzusparen – denn resistente Stärke liefert weniger verfügbare Energie als herkömmliche Stärke.

Wenn du deinen Speiseplan gesünder gestalten willst, lohnt es sich, ab und zu rohe Kartoffeln – oder zumindest abgekühlte, gekochte – in Betracht zu ziehen. Natürlich nur, wenn sie gut vertragen werden. Die Kraft der resistente Stärke zeigt: Manchmal steckt der gesündeste Teil der Ernährung in ungewöhnlichen Quellen.

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