Chronisches Erschöpfungssyndrom: Mehr als nur Müdigkeit

Ja, Schmerzen gehören bei CFS (Chronischem Erschöpfungssyndrom) leider häufig dazu. Viele Betroffene leiden nicht nur unter extremer, langanhaltender Müdigkeit – der sogenannten Fatigue –, die durch Ruhe nicht besser wird, sondern auch unter körperlichen Beschwerden, die den Alltag stark beeinträchtigen.

Neben der typischen Erschöpfung nach geringer körperlicher oder geistiger Anstrengung, die als PEM (Post-Exertionale Malaise) bezeichnet wird, klagen Patienten oft über diffuse Schmerzen in Muskeln und Gelenken, Kopfschmerzen oder ein allgemeines Krankheitsgefühl. Auch Schlafstörungen, bei denen man nachts nicht erholsam ruht, sind verbreitet. Hinzu kommen können Konzentrationsschwierigkeiten – oft „Gehirnnebel“ genannt – und Kreislaufprobleme wie Schwindel oder schneller Puls beim Aufstehen.

Die Symptome von ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Ersöpfungssyndrom) variieren stark von Person zu Person, aber die Schmerzen und die ständige Müdigkeit führen oft zu einem gravierenden Rückzug aus Beruf, Schule oder sozialen Kontakten. Trotz intensiver Forschung ist die genaue Ursache noch nicht geklärt, doch anerkannte Zentren wie das Spezialsprechstunde für ME/CFS am Universitätsklinikum Würzburg setzen sich dafür ein, Betroffene besser zu diagnostizieren und zu unterstützen.

Die Anerkennung der Erkrankung und ein schonender Umgang mit den eigenen Kräften sind entscheidend – denn bei CFS geht es nicht um faule Erschöpfung, sondern um eine schwerwiegende, langwierige Störung des körperlichen Regulationsverhaltens.

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