Das Präsens im Deutschen
Das Präsens ist eine der grundlegenden Zeitformen im Deutschen und wird hauptsächlich verwendet, um über Handlungen in der Gegenwart zu sprechen. Doch nicht nur aktuelle Vorgänge beschreibt diese Form – sie taucht auch auf, wenn wir über allgemeingültige Tatsachen, Gewohnheiten oder sogar zukünftige Ereignisse sprechen.
Die Bildung des Präsens ist meist einfach: Man nimmt den Infinitiv des Verbs und fügt je nach Subjekt die passende Endung hinzu. Regelmäßige Verben folgen einem klaren Muster. Besonders wichtig sind jedoch die unregelmäßigen Verben – allen voran sein und haben.
Schon kleine Unterschiede verraten viel: er ist statt er seint – falsch wäre hier, einfach die Endung anzuhängen. Denn das Verb sein weicht stark vom Standard ab. In der dritten Person Singular heißt es also „er ist“, während „wir sind“ oder „ihr seid“ ganz andere Formen zeigen. Ähnlich verhält es sich mit haben: „er hat“, „wir haben“, „ihr habt“, „sie haben“.
Auch die Höflichkeitsform „Sie“ (großgeschrieben!) nutzt die gleiche Verbform wie die dritte Person Plural: „Sie sind“ oder „Sie haben“. Das ist besonders beim Schreiben zu beachten, um Verwirrung zu vermeiden.
Wer das Präsens sicher beherrscht, legt den Grundstein für flüssiges Deutsch – im Sprechen wie im Schreiben. Es lohnt sich also, die Stammformen und die Besonderheiten von Schlüsselverben wie „sein“ und „haben“ gut zu lernen.
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