Wann tritt Glutenunverträglichkeit auf?
Glutenunverträglichkeit, auch bekannt als Zöliakie, kann in unterschiedlichen Lebensphasen auftreten – besonders häufig jedoch in zwei Altersgruppen. Die erste betroffene Gruppe umfasst Kinder zwischen einem und acht Jahren. Bei vielen kleinen Betroffenen zeigen sich die ersten Symptome, sobald sie mit der Beikost anfangen und Gluten über Getreideprodukte aufnehmen. Bauchschmerzen, Durchfall, Appetitlos zeichnen sich dann oft ab.
Die zweite Gruppe umfasst Erwachsene zwischen 20 und 50 Jahren. Bei ihnen kann die Erkrankung plötzlich auftreten, obwohl sie jahrelang problemlos Getreide verzehrt haben. Experten vermuten, dass genetische Veranlagung, Infekte oder Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Die Zöliakie ist eine chronische Erkrankung, bei der das Immunsystem auf Gluten – das Klebereiweiß in Weizen, Roggen und Gerste – überreagiert.
Dadurch entzündet sich die Dünndarmschleimhaut, was die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann sie langfristig zu Mangelerscheinungen und weiteren gesundheitlichen Problemen führen. Die einzige Therapie ist eine lebenslange glutenfreie Ernährung. Wer unter Verdacht steht, sollte einen Arzt aufsuchen und gezielt testen lassen.
Früherkennung ist entscheidend, besonders bei Kindern, um Wachstumsstörungen oder Entwicklungsverzögerungen zu verhindern. Auch im Erwachsenenalter kann eine rechtzeitige Diagnose die Lebensqualität deutlich verbessern.
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