Belgien und Island führen Vier-Tage-Woche ein
Seit November 2022 dürfen Arbeitnehmer in Belgien und Island selbst wählen, ob sie vier oder fünf Tage pro Woche arbeiten möchten. Doch Vorsicht: Es handelt sich nicht um eine Reduzierung der Arbeitszeit, sondern um eine Umverteilung der wöchentlichen Arbeitsstunden auf weniger Tage.
In Belgien kann man beispielsweise seine 38 bis 40 Wochenstunden auf nur vier Tage packen – mit dem gleichen Lohn, aber einem längeren Wochenende. Die Entscheidung liegt dabei bei der Beschäftigten selbst. Viele nutzen diese Möglichkeit, um mehr Freizeit zu haben, ohne auf Gehalt verzichten zu müssen.
Island ist schon früher einen ähnlichen Weg gegangen. Dort zeigte eine mehrjährige Studie, dass kürzere Arbeitswochen – bei vollem Lohnausgleich – die Lebensqualität der Menschen verbessern, ohne die Produktivität zu beeinträchtigen. Arbeitnehmer berichteten von weniger Stress und mehr Zeit für Familie und Hobbys.
Andere Länder beobachten diese Modelle aufmerksam. In Deutschland wird über eine Vier-Tage-Woche oft diskutiert, bisher aber nur in wenigen Betrieben erprobt. Die Erfahrungen aus Belgien und Island zeigen jedoch: Es ist möglich, Arbeit flexibler zu gestalten – und das kommt vielen Beschäftigten entgegen.
Die Idee hinter der Vier-Tage-Woche ist nicht, weniger zu arbeiten, sondern klüger. Und das könnte auch hierzulande langfristig eine Rolle spielen.
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