Wie gefährlich ist Toxoplasmose in der Schwangerschaft?
Während der Schwangerschaft ist besonders Vorsicht bei Toxoplasmose geboten. Viele werdende Mütter wissen nicht, dass die Gefahr einer Übertragung auf das ungeborene Kind je nach Schwangerschaftsmonat unterschiedlich hoch ist.
Interessanterweise steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby infiziert wird, mit fortschreitender Schwangerschaft. Im zweiten Trimester beträgt das Risiko einer Übertragung etwa 24 Prozent. Im dritten Trimester ist es deutlich höher – hier liegt die Wahrscheinlichkeit bei rund 64 Prozent.
Wichtig zu wissen: Obwohl die Übertragungsrate im späteren Stadium der Schwangerschaft steigt, sind die Folgen für das Kind in der Regel am schwerwiegendsten, wenn die Ansteckung früh, also im ersten Trimester, erfolgt. Dann kann es zu schweren Fehlbildungen oder Fehlgeburten kommen – auch wenn die Übertragung seltener ist.
Die gute Nachricht: Wird eine Toxoplasmose früh erkannt, kann der Arzt in der Regel mit einem speziellen Antibiotikum behandeln. Diese Therapie beginnt oft bereits im ersten Schwangerschaftstrimester und soll das Risiko für das Baby deutlich senken.
Zum Schutz vor der Infektion sollten Schwangere auf rohes Fleisch verzichten, Katzenstreu nicht selbst reinigen und Gemüse gründlich waschen. Ein einfacher Bluttest im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen kann zeigen, ob eine Frau bereits einmal mit dem Erreger in Kontakt war und immun ist.
Wenn nicht – gilt: vorsichtig sein, aber keine Panik. Mit der richtigen Vorsorge lässt sich das Risiko gut minimieren.
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