Wo leiden am meisten Menschen unter Hunger?

In vielen Teilen der Welt ist Hunger nach wie vor ein gravierendes Problem. Besonders betroffen sind Länder in Afrika südlich der Sahara und in Südasien. Hier kämpfen Millionen Menschen tagtäglich um das Nötigste: genug zu essen, sauberes Wasser und eine sichere Zukunft.

Laut dem Welthunger-Index von 2023 ist die Lage in sechs Ländern besonders dramatisch: die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Lesotho, Madagaskar, Niger und der Jemen. In diesen Ländern leiden große Teile der Bevölkerung unter Unterernährung, mangelnder medizinischer Versorgung und oft auch unter anhaltenden Konflikten oder klimabedingten Krisen wie Dürren und Überschwemmungen.

Im Jemen etwa hat der andauernde Bürgerkrieg das Land wirtschaftlich ruiniert. Lebensmittel und Hilfsgüter sind oft nicht verfügbar oder unerschwinglich. In Madagaskar drohen wiederkehrende Dürren der Landwirtschaft den Boden unter den Füßen wegzuziehen – viele Familien können dort kaum noch ihre Grundnahrung anbauen.

Auch in der Zentralafrikanischen Republik und in Teilen der Demokratischen Republik Kongo behindern bewaffnete Konflikte die Verteilung von Hilfslieferungen. Menschen fliehen, ihre Felder bleiben brach, und Hunger wird zur ständigen Begleiterin.

Die Lage in Lesotho und im Niger zeigt zudem, wie Armut, unzureichende Bildung und ein schwaches Gesundheitssystem die Ernährungskrise verschärfen. Besonders Kinder tragen die Last: Langfristiger Hunger beeinträchtigt ihre Entwicklung und ihre Chancen auf ein besseres Leben.

Obwohl die globale Gemeinschaft viel tut, bleibt viel zu tun. Die Bekämpfung des Hungers braucht nicht nur Soforthilfe, sondern auch langfristige Lösungen – Frieden, stabile Regierungen und nachhaltige Landwirtschaft.

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