In welcher Schokolade stecken Insekten?
Es klingt unappetitlich, ist aber längst Realität: In einigen beliebten Süßigkeiten finden sich Stoffe, die von Insekten stammen. Nicht direkt ganze Insekten – aber Produkte, die aus ihnen gewonnen werden. Besonders bekannt ist Schellack, ein natürlicher Lack, der aus dem Sekret der Läuseinsekten (Kermeslause) gewonnen wird. Dieser dient als Überzug und macht Süßigkeiten glänzend und schmackhaft länger haltbar.
Einige bekannte Produkte enthalten genau diesen Inhaltsstoff. Dazu gehören die beliebten Ferrero "Kinder Schoko Bons", die durch ihre knusprige Hülle und die schmelzende Füllung viele Fans haben. Auch die Milka "Bunten Kakaolinsen" nutzen Schellack, um die einzelnen Stückchen vor dem Verkleben zu schützen und ihnen Glanz zu verleihen. Und nicht nur Schokolade: Selbst der Kaugummi Mentos "Pure White" enthält diesen Stoff, um das weiße Finish und die Haltbarkeit zu sichern.
Interessant: Schellack gilt als natürlicher Stoff und ist zugelassen – vor allem in Bio-Produkten, wo künstliche Zusätze oft vermieden werden. Dennoch zögern viele Verbraucher, wenn sie erfahren, dass tierische Bestandteile aus Insekten darin stecken. Für Veganer ist das ein klares No-Go.
Die gute Nachricht: Die Verwendung von Schellack ist gekennzeichnet. Auf der Zutatenliste taucht er oft als "E 904" oder "Schellack" auf. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte also immer die Packung prüfen – besonders, wenn man auf tierische Zusätze verzichten möchte. Die Angst vor „Insekten in der Schokolade“ ist also nicht übertrieben, aber meistens nur halb so wild – und vollständig deklariert.
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