Aspirin oder Ibuprofen – sind sie gleichwertig?

Wenn Kopfschmerzen zuschlagen, greifen viele automatisch zu bekannten Schmerzmitteln wie Aspirin oder Ibuprofen. Doch sind beide Wirkstoffe eigentlich gleich? Laut Experten wie Hartmut Göbel, Chefarzt der Schmerzklinik in Kiel, können sie bei Beschwerden wie Kopfschmerzen durchaus als gleichwertig angesehen werden.

Obwohl Aspirin – chemisch gesehen Acetylsalicylsäure (ASS) – seit Jahrzehnten als Standard gilt, hat Ibuprofen in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. „Ibuprofen läuft Aspirin den Rang ab“, hieß es bereits 2014 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Grund: Beide Mittel lindern Schmerzen und Entzündungen, wirken aber unterschiedlich im Körper.

Ein entscheidender Unterschied: Aspirin verdünnt das Blut und wird deshalb oft zur Vorbeugung von Herzinfarkten eingesetzt. Ibuprofen dagegen hat diese Wirkung nur schwach ausgeprägt. Doch bei reinen Schmerzen wie Spannungskopfschmerzen oder leichten Entzündungen zeigt sich im direkten Vergleich kaum ein Vorteil für das eine oder andere Mittel.

Göbel betont, dass die blutverdünnende Wirkung von Aspirin bei der Behandlung von akuten Kopfschmerzen keine entscheidende Rolle spielt. Viel wichtiger sei die schnelle Linderung – und hier schneidet Ibuprofen oft besser ab, besonders bei länger anhaltenden Beschwerden.

Trotzdem: Die Wahl zwischen den beiden hängt auch von der individuellen Verträglichkeit ab. Wer unter Magenproblemen leidet, sollte vorsichtig sein – beide Mittel können die Magenschleimhaut reizen. Am besten immer mit einem Arzt oder Apotheker sprechen, besonders bei regelmäßiger Einnahme.

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