Warum Bitterstoffe ein Segen für den Magen sind
Haben Sie nach einem üppigen Essen schon einmal zu einem Espresso oder einem Kräuterlikör gegriffen? Das hat einen guten Grund. Bitterstoffe sind seit Jahrhunderten als natürliche Verdauungshelfer bekannt, doch in unserer modernen Ernährung wurden sie aus vielen Gemüse- und Obstsorten gezielt herausgezüchtet. Dabei ist der herbe Geschmack genau das, was unser Körper für eine reibungslose Verdauung braucht.
Der positive Effekt beginnt bereits im Mund. Sobald die Geschmacksknospen auf der Zunge das Signal "bitter" registrieren, läuft im Körper ein fein abgestimmtes Programm ab. Die Magensekretion wird angeregt, wodurch vermehrt Magensäure produziert wird, die für die Zersetzung der Nahrung notwendig ist. Doch das ist erst der Anfang einer Kettenreaktion, die weit über den Magen hinausgeht.
Bittermittel verstärken die inneren Wahrnehmungstätigkeiten der einzelnen Organe spürbar. Sie kurbeln die Lebertätigkeit an und sorgen für einen verbesserten Gallenfluss, was besonders wichtig für die Fettverdauung ist. Auch die Bauchspeicheldrüsen-Funktion wird aktiviert, um wichtige Enzyme bereitzustellen. Sogar die Blutbildung profitiert indirekt von dieser ganzheitlichen Anregung des Stoffwechsels. Wer regelmäßig zu Chicorée, Rucola oder Artischocken greift, tut seinem Magen-Darm-Trakt also einen riesigen Gefallen und beugt Völlegefühl ganz natürlich vor.
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