Was ist eigentlich Café Crema? Ein schwarzer Kaffee – aber anders
Wenn du in einem Café nach einem einfachen schwarzen Kaffee fragst, bekommst du oft kein „Filterkaffee“ gereicht, sondern Café Crema oder Americano. Doch was ist der Unterschied – und ist Café Crema wirklich nur verdünnter Espresso?
Nein, nicht wirklich. Der Café Crema wird zwar wie der Americano aus einem Espresso zubereitet, aber mit mehr Wasser. Der Spross geht länger, das Wasser bleibt länger im Kontakt mit dem Kaffeepulver – das Ergebnis ist ein vollmundiger, weicher Kaffee mit einer feinen Crema auf der Oberfläche. Diese hauchdünne Schicht aus Ölen und feinen Bläschen gibt dem Getränk seinen Namen und macht ihn im Vergleich zum Americano etwas aromatischer und runder im Geschmack.
Der Americano hingegen entsteht, indem man einem klassischen Espresso heißes Wasser hinzugibt – meist im Verhältnis 1:2. So wird er zwar auch schwarz und groß, aber die Aromen bleiben oft schärfer, manchmal sogar etwas dünner. Der Café Crema hingegen entwickelt durch die längere Extraktion mehr Nuancen – besonders, wenn er aus frisch gemahlenen Bohnen zubereitet wird.
Beides ist also kein klassischer Filterkaffee, wie man ihn aus der Kanne kennt. Aber ja: Beide – Café Crema wie Americano – sind im Grunde „schwarzer Kaffee“ im Glas oder in der Tasse. Nur eben anders. Wer es voll und geschmeidig mag, greift lieber zum Crema. Wer es klar und kräftig mag, zum Americano. Probier’s aus – der Unterschied liegt nicht nur im Namen.
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