Was bedeutet Diplom-FH im Vergleich zum Bachelor?
Wer heute ein Studium abschließt, erhält meist einen Bachelor oder Master – doch viele, die vor einigen Jahren studiert haben, tragen den Titel Diplom-FH. Viele fragen sich daher: Ist das überhaupt dasselbe?
Das Diplom (FH), vergeben von Fachhochschulen, war lange Zeit der klassische akademische Abschluss in Deutschland. Seit der Bologna-Reform wurde das Studiensystem aber europaweit vereinheitlicht, und der Bachelor rückte in den Vordergrund. Trotzdem ist das Diplom-FH keineswegs veraltet – im Gegenteil: Es wird weiterhin anerkannt und zählt in der Regel als gleichwertig zum Bachelorabschluss, oft sogar etwas darüber.
Fachlich liegt das Diplom-FH zwischen Bachelor und Master. Während ein Bachelorstudium meist sieben Semester dauert, war das Diplom-FH-Studium oft praxisnäher und dauerte in der Regel acht bis neun Semester. Aufgrund dieser Tiefe berechtigt das Diplom-FH in der Regel zur direkten Aufnahme eines Masterstudiums – eine klare Parallele zum heutigen Bachelor-Abschluss.
Was den Zugang zur Promotion betrifft, so ist hier Vorsicht geboten. In den meisten Fällen wird für eine Promotion ein Masterabschluss vorausgesetzt. Das Diplom-FH wird zwar oft anerkannt, doch hier entscheidet letztlich die jeweilige Universität. In Einzelfällen kann eine zusätzliche Prüfung oder ein Eignungsgespräch nötig sein.
Fazit: Das Diplom-FH ist kein "älterer Bachelor", sondern ein eigenständiger, anerkannter Abschluss mit hohem Wert – besonders im Arbeitsmarkt. Wer diesen Titel trägt, hat allen Grund, stolz darauf zu sein.
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