Ist Efeu im Schrebergarten erlaubt?

Viele Kleingärtner fragen sich, ob sie Efeu in ihrem Schrebergarten pflanzen dürfen. Die Antwort ist: Ja, Efeu ist grundsätzlich erlaubt – aber mit wichtigen Einschränkungen. Seit dem 1. Januar 2020 gilt in Deutschland die neue Rahmenkleingartenordnung, die den Anbau bestimmter Pflanzen regelt, um die Nutzfläche für Gemüse, Obst und Blumen zu schützen.

Während Nadelbäume und Koniferen wie Fichte oder Kiefer nun verboten sind – egal ob als Solitärpflanze oder als Hecke – gilt diese Regelung nicht automatisch für Efeu. Der Grund: Efeu gehört zu den Laubgehölzen, nicht zu den Koniferen. Er darf also prinzipiell angepflanzt werden, vor allem, wenn er als Begrünung für Wände oder als Bodendecker dient.

Allerdings warnen viele Kleingartenverbände vor einer unkontrollierten Ausbreitung. Efeu wächst oft sehr schnell, kann benachbarte Beete überwuchern und in seltenen Fällen sogar Gebäude beschädigen. Deshalb empfehlen Ordnungen und Vereine, ihn nur beschränkt und unter Kontrolle zu halten. Manche Gartenordnungen der einzelnen Bundesländer oder Vereine können sogar eigene, strengere Regeln haben.

Wer sicher gehen will, sollte daher zuerst die satzungsrechtlichen Bestimmungen seines eigenen Kleingartenvereins prüfen. Was in einem Bundesland erlaubt ist, kann in einem anderen bereits eingeschränkt sein. Letztlich geht es darum, den Charakter des Kleingartens als Ort für Anbau und Erholung zu bewahren – und Nachbarn nicht durch wuchernde Pflanzen zu belasten.

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