MRSA: Ist ein Krankenhauskeim heilbar?

Die Diagnose eines sogenannten Krankenhauskeims löst bei Betroffenen und ihren Angehörigen häufig große Sorgen aus. Doch es gibt eine beruhigende Nachricht: MRSA ist heilbar. Wenn die Infektion rechtzeitig erkannt und gezielt behandelt wird, stehen die Heilungschancen sehr gut.

Bei MRSA handelt es sich um Bakterien der Art Staphylococcus aureus, die gegen viele gängige Antibiotika resistent geworden sind. Das macht die Therapie im Vergleich zu gewöhnlichen bakteriellen Infektionen anspruchsvoller, aber keineswegs unmöglich. Medizinern stehen sogenannte Reserveantibiotika zur Verfügung, die speziell gegen diese resistenten Erreger wirken.

Neben der medikamentösen Therapie spielt die sogenannte Sanierung eine zentrale Rolle. Dabei wird der Erreger mithilfe von speziellen antiseptischen Waschlösungen, Nasensalben und Mundspülungen Schritt für Schritt vom Körper entfernt. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Bakterien vollständig zu beseitigen und eine Ausbreitung zu verhindern.

Besonders für pflegende Angehörige sind strenge Hygienemaßnahmen im Alltag entscheidend. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen, die Nutzung von Händedesinfektionsmitteln sowie das heiße Waschen von Handtüchern und Bettwäsche tragen maßgeblich dazu bei, die Ansteckungsgefahr für das Umfeld zu minimieren.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen