Ist eine Entzündung immer bakteriell?
Viele Menschen setzen eine Entzündung automatisch mit einer bakteriellen Infektion gleich. Das ist jedoch ein weit verbreiteter Irrtum. Eine Entzündung ist primär eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf Gewebeschäden oder Verletzungen. Sie signalisiert dem Immunsystem, den Heilungsprozess zu starten.
Sobald eine Wunde entsteht, wird das körpereigene Abwehrsystem sofort aktiv. Typische Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung, Wärme und Schmerz entstehen durch eine erhöhte Durchblutung und die Aktivität der Immunzellen – ganz ohne den Einfluss von Krankheitserregern.
Eine Infektion hingegen liegt erst vor, wenn Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilze in die Wunde gelangen und sich dort vermehren. Dies kann in jeder Phase der Wundheilung geschehen. Zusammenfassend gilt: Zwar führt eine bakterielle Infektion stets zu einer Entzündungsreaktion, aber eine Entzündung selbst entsteht durch die Wunde und die Reaktion des Körpers, nicht zwangsläufig durch Bakterien.
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