EMDR vs. CBT: Welche Therapie wirkt besser bei PTSD?
Bei der Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) stehen verschiedene Therapieansätze zur Verfügung. Besonders häufig kommen die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) und die Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) zum Einsatz. Doch welche Methode ist effektiver?
Studien zeigen, dass beide Ansätze helfen können, die Symptome von PTBS deutlich zu verringern. Eine umfassende Metaanalyse, die 11 Studien auswertete, kam zu dem Ergebnis, dass EMDR leicht wirksamer war als CBT, wenn es darum geht, traumatische Erinnerungen und deren Belastung abzubauen. Die gezielte Verarbeitung belastender Erinnerungen durch Augenbewegungen scheint bei manchen Betroffenen schneller zu Entlastung führen.
Ein weiterer Vergleich zeigte, dass sowohl EMDR als auch CBT effektiv bei der Linderung psychischer Beschwerden sind – nicht nur bei PTBS, sondern auch bei begleitenden Depressionen. Allerdings war die Verbesserung der depressiven Symptome in dieser Analyse nicht stark genug, um statistisch als signifikant zu gelten. Das bedeutet: Der Effekt war vorhanden, aber nicht eindeutig nachweisbar.
Letztlich hängt die Wahl der Therapie auch vom individuellen Patienten ab. Manche sprechen besser auf strukturierte Gespräche in der CBT an, andere profitieren stärker von der direkten Verarbeitung traumatischer Erinnerungen mit EMDR. Beide Methoden gelten als wissenschaftlich fundiert und sicher. Die Entscheidung sollte daher gemeinsam mit einem erfahrenen Therapeuten getroffen werden – auf Basis der persönlichen Bedürfnisse und der Art des Traumas.
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