Heizen mit Strom oder Gas: Was lohnt sich mehr?

Die Frage, ob es teurer ist, mit Strom zu heizen, beschäftigt viele Haushalte – besonders in Zeiten steigender Energiepreise. Die klare Antwort lautet: Ja, in der Regel ist Heizen mit Strom teurer als mit Erdgas. Der Grund liegt in den unterschiedlichen Kosten pro Kilowattstunde.

Während im ersten Halbjahr 2022 der durchschnittliche Preis für eine Kilowattstunde Erdgas bei etwa 14 Cent lag, kostete eine Kilowattstunde Strom rund 40 Cent. Das bedeutet: Strom ist mehr als doppelt so teuer wie Gas. Wer also mit elektrischen Heizungen oder Nachtspeicheröfen heizt, zahlt deutlich mehr als Nutzer von Gasheizungen – vor allem bei längerer Nutzung.

Diese Preisunterschiede wirken sich direkt auf die monatliche Nebenkostenabrechnung aus. Zwar gelten Strompreise als stabiler, doch die aktuelle Entwicklung zeigt, dass auch hier starke Schwankungen möglich sind. Gleichzeitig haben sich auch die Gaspreise in den letzten Jahren erhöht, weshalb viele über Alternativen nachdenken.

Trotzdem bleibt Gas aktuell die kostengünstigere Option für die Beheizung von Wohnräumen. Hinzu kommt, dass Gasheizungen in der Anschaffung und im Betrieb bewährt sind und sich gut regeln lassen. Bei Neubauten oder Sanierungen lohnt sich jedoch auch ein Blick auf Wärmepumpen – sie nutzen zwar Strom, arbeiten aber deutlich effizienter als herkömmliche elektrische Heizsysteme.

Letztlich hängt die beste Wahl von vielen Faktoren ab: vom Gebäude, der Isolierung, den örtlichen Versorgungsmöglichkeiten und natürlich dem eigenen Budget. Doch eines ist klar: Wer ausschließlich auf elektrische Direktheizung setzt, sollte mit höheren Kosten rechnen.

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