Was bedeutet Liquidität – und wie passt Festgeld da rein?

Wenn es um das Thema Geldanlage geht, spielt die Liquidität eine zentrale Rolle. Doch was bedeutet das genau? Kurz gesagt: Ein Vermögenswert ist „liquid“, wenn er schnell und ohne großen Wertverlust in Bargeld umgewandelt werden kann. Wer also kurzfristig an sein Geld kommen muss, sollte auf ausreichende Liquidität achten.

Festgeld gilt allgemein als sichere Anlageform – doch ist es auch wirklich liquid? Die Antwort ist: nur bedingt. Bei Festgeld legt man sein Geld für eine festgelegte Laufzeit an, oft zwischen einigen Monaten und mehreren Jahren. Wird das Geld vorher benötigt, fallen oft Strafgebühren an, oder die vereinbarte Zinsprämie entfällt. Das macht Festgeld im Vergleich zu anderen Anlagen weniger flexibel.

Als besonders liquid gelten dagegen beispielsweise Tagesgeldkonten, bei denen man täglich ohne Verlust an sein Kapital kommen kann. Noch höher ist die Liquidität bei Wertpapieren wie börsennotierten Aktien, Anleihen oder ETFs. Diese können innerhalb kurzer Zeit verkauft werden, solange ein Markt dafür existiert. Allerdings schwankt hier der Wert – Sicherheit wie beim Festgeld gibt es nicht.

Die Wahl der richtigen Anlage hängt also vom individuellen Bedarf ab: Wer Sicherheit und etwas höhere Zinsen sucht und das Geld nicht sofort braucht, ist mit Festgeld gut bedient. Wer aber jederzeit flexibel sein muss, sollte eher auf Tagesgeld oder einfach handelbare Wertpapiere setzen. Die Kombination aus Sicherheit und Liquidität ist selten – meist muss man sich entscheiden.

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