Was bedeutet „Futur“ – Vergangenheit oder Zukunft?
Die Frage, ob Futur Vergangenheit oder Zukunft bezeichnet, ist verständlich – schließlich klingt der Begriff etwas abstrakt. Doch die Antwort ist klar: Futur hat nichts mit der Vergangenheit zu tun, sondern bezieht sich auf die Zukunft.
Genauer gesagt unterscheidet man im Deutschen zwischen Futur I und Futur II. Die einfachere Form, Futur I, nutzt man, um über Dinge zu sprechen, die noch kommen werden. Zum Beispiel: „Morgen Abend werde ich ein Drei-Gänge-Menü kochen.“ Hier wird ein zukünftiges Ereignis angekündigt.
Interessant ist, dass das Futur I nicht nur für klare Zukunftspläne verwendet wird, sondern auch für Vermutungen. Man kann sagen: „Er wird jetzt wohl gerade zu Hause sein“ – also eine Annahme über die Gegenwart. Trotzdem bleibt die Zeitform zukunftsorientiert in ihrer Form, auch wenn sie sich auf die Gegenwart bezieht.
Futur II hingegen beschreibt etwas, das in der Zukunft bereits abgeschlossen sein wird. Beispiel: „Bis morgen Mittag wird er den Bericht fertig geschrieben haben.“ Diese Zeitform ist seltener im Alltag, wird aber vor allem in der Schriftsprache verwendet.
Im gesprochenen Deutsch ersetzen viele einfach das Präsens durch Kontext: „Morgen koche ich für dich“ statt „Ich werde kochen“. Dennoch ist das Futur eine wichtige Form, besonders wenn es um Vorhersagen, Absichten oder Mutmaßungen geht.
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