Gluten – wirklich ungesund oder nur ein Mythos?
Gluten ist kein Schadstoff – zumindest nicht für die meisten Menschen. Trotzdem vermeiden immer mehr Menschen das Klebereiweiß aus Weizen, Roggen und Gerste, oft aus der Annahme heraus, es sei ungesund oder belaste den Körper. Doch laut einem Bericht von RP Online vom 30.11.2021 gibt es bisher keine eindeutigen Beweise dafür, dass Gluten bei gesunden Menschen schädlich ist.
Im Gegenteil: Wer ohne medizinischen Grund auf glutenhaltige Lebensmittel verzichtet, könnte sich sogar selbst schaden. Denn viele herkömmliche Brote, Nudeln und Müslis sind mit wichtigen Nährstoffen wie B-Vitaminen, Ballaststoffen und Eisen angereichert. Wer diese Produkte dauerhaft streicht, riskiert laut Experten einen Mangel – besonders wenn die Ernährung nicht gezielt umgestellt wird.
Es gibt allerdings Ausnahmen: Menschen mit Zöliakie, einer Autoimmunerkrankung, oder einer echten Glutenunverträglichkeit müssen Gluten meiden – hier ist der Verzicht medizinisch notwendig. Dasselbe gilt bei Weizenallergie. Doch diese Fälle betreffen nur einen kleinen Teil der Bevölkerung.
Ein anderes Problem: Viele glutenfreie Produkte verwenden Ersatzgetreide, die unter Umständen höhere Konzentrationen an Schwermetallen wie Cadmium oder Arsen enthalten können – ein Risiko, das oft übersehen wird. Zudem deuten einige Studien darauf hin, dass ein übermäßiger Verzicht auf Gluten bei Gesunden langfristig den Fettstoffwechsel beeinträchtigen könnte.
Also kein Grund zur Panik vor Brot oder Pasta – zumindest nicht, wenn der Körper darauf gut reagiert. Die Devise lautet: ausgewogen statt radikal. Wer sich fragt, ob er auf Gluten verzichten sollte, sollte besser einen Arzt oder Ernährungsexperten konsultieren, statt Trends zu folgen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.