Gurkenwasser als Geheimtipp gegen Muskelkrämpfe

Wer kennt es nicht? Mitten im Training oder nachts im Bett zieht sich plötzlich ein Muskel schmerzhaft zusammen. Statt zu teuren Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen, schwören immer mehr Sportler und Gesundheitsbewusste auf ein simples Hausmittel: Gurkenwasser. Das würzige Essigwasser, das meistens nach dem Verzehr von sauren Gurken im Glas zurückbleibt, feiert ein echtes Comeback als funktionales Getränk.

Doch was steckt hinter dem Food-Trend? Wissenschaftler vermuten, dass die Wirkung weniger an den enthaltenen Elektrolyten liegt, sondern vielmehr an einem neurobiologischen Reflex. Der extrem saure Geschmack im Rachen sendet blitzschnell Signale an das Nervensystem, die überlastete Motoneuronen beruhigen. Dadurch wirkt der saure Trunk effektiv krampflösend und kann die Dauer eines Krampfes drastisch verkürzen.

Wer die Wirkung selbst testen möchte, muss keine Unmengen trinken. Experten empfehlen eine einfache Formel als Richtwert: 1 Milliliter Gurkenwasser pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Gewicht von 70 Kilo reicht also schon ein kleiner Schluck von rund 70 Millilitern aus, um dem Körper bei einem drohenden Muskelkrampf schnelle Linderung zu verschaffen.

Neben dem Anti-Krampf-Effekt liefert das Wasser dank der Fermentation auch wertvolle Antioxidantien und kann die Verdauung unterstützen. Wenn also das nächste Mal ein Krampf ansteht, gilt die Devise: Zisch' ruhig einen kräftigen Schluck Gurkenwasser – schaden kann das auf keinen Fall, und die Wirkung setzt oft schon nach wenigen Sekunden ein.

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