Warum Hafer nicht zur Paleo-Diät gehört

Die Paleo-Diät orientiert sich an der Ernährung unserer altsteinzeitlichen Vorfahren – also an einer Ernährungsweise, die auf natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln basiert. Dazu zählen vor allem Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Früchte, Nüsse und Samen. Getreide hingegen gehörten in der Steinzeit nicht zum Speiseplan – und deshalb sind sie auch heute in der Paleo-Ernährung tabu.

Hafer ist ein Getreide, genauer gesagt ein Getreidekorn, das – genau wie Weizen, Roggen oder Mais – reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen ist. Doch trotz seiner gesunden Reputation und seiner positiven Wirkung auf den Cholesterinspiegel zählt Haferflocken nicht zu den erlaubten Lebensmitteln der Paleo-Diät. Warum? Weil Getreide wie Hafer sogenannte Antinährstoffe wie Gluten oder Prolamine enthalten können, die die Paleo-Anhänger als belastend für die Verdauung und den Stoffwechsel ansehen.

Viele Menschen, die sich paleo-ernähren, ersetzen Hafer beispielsweise durch gehackte Nüsse, Kokosraspeln oder gemahlene Samen, um ähnliche Texturen in Müslis oder Porridge zu erreichen – ohne dabei von den Ernährungsregeln abzuweichen.

Das bedeutet nicht, dass Hafer ungesund ist. Im Gegenteil: Für viele ist er ein wertvoller Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Doch wer sich streng nach den Prinzipien der Steinzeitkost richtet, verzichtet darauf – eben weil es schlicht nicht ins Konzept passt. Paleo lebt von Klarheit: Wenn es in der Natur vor 10.000 Jahren nicht verfügbar war, landet es auch heute nicht auf dem Teller.

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