Warum Vorhofflimmern nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung in der Schweiz – Millionen Menschen sind davon betroffen, oft ohne es zu wissen. Die Herzfrequenz wird dabei unregelmäßig, die Vorhöfe flimmern förmlich, statt sich geordnet zusammenzuziehen. Viele spüren kaum Symptome, andere bemerken ein Herzstolpern, Atemnot oder Leistungsabfall.

Doch die eigentliche Gefahr liegt nicht primär im unregelmäßigen Rhythmus selbst, sondern in seinen möglichen Folgen. Wenn das Blut in den Vorhöfen nicht mehr richtig umgewälzt wird, kann es dort stocken – und Blutgerinnsel bilden. Lösen sich diese, können sie über die Blutbahn bis ins Gehirn wandern und dort einen Hirnschlag auslösen. Und genau das macht Vorhofflimmern so tückisch: Es erhöht das Schlaganfallrisiko erheblich, besonders bei älteren Menschen oder bei bestehenden Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes.

Früherkennung ist deshalb entscheidend. Wer regelmäßig ein unregelmäßiges Pulsgefühl bemerkt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Mit einfachen Mitteln wie einem EKG lässt sich die Diagnose oft schon schnell stellen. Die Behandlung richtet sich dann nach Alter, Symptomen und individuellen Risikofaktoren – oft mit Medikamenten, die den Rhythmus stabilisieren oder das Gerinnungsrisiko senken.

Die gute Nachricht: Bei rechtzeitiger Therapie lässt sich das Risiko eines Schlaganfalls deutlich senken. Wichtig ist, das Thema ernst zu nehmen – nicht erst, wenn es zu spät ist.

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