Gurkenwasser als Geheimtipp bei Muskelkrämpfen

Wer nach einem intensiven Training oder mitten in der Nacht von einem schmerzhaften Muskelkrampf überrascht wird, greift meistens ganz automatisch zu Magnesium. Doch ein altbewährtes Hausmittel läuft dem klassischen Nahrungsergänzungsmittel zunehmend den Rang ab: Gurkenwasser.

Tatsächlich enthält das saure Wasser aus dem Gurkenglas selbst kaum Magnesium. Die erstaunliche Wirkung bei akuten Krämpfen basiert auf einem völlig anderen Mechanismus. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Kombination aus Essig und Salz im Gurkenwasser einen Reflex im Rachenraum auslöst. Dieser Reiz sendet in Sekundenschnelle ein Signal an das Nervensystem, welches die überaktiven Nerven im Muskel sofort beruhigt und den Krampf löst.

Während Magnesium oft Stunden braucht, um vom Körper aufgenommen zu werden und eher präventiv wirkt, bringt ein kleiner Schluck Gurkenwasser oft schon nach wenigen Sekunden spürbare Erleichterung. Wer also anfällig für Krämpfe ist, sollte die saure Flüssigkeit nicht einfach weggießen, sondern als schnellen Nothelfer im Kühlschrank aufbewahren.

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