Lufttrocknen oder föhnen – was ist besser für die Haare?

Einmal täglich föhnen schadet den Haaren – das weiß heute fast jeder. Die heiße Luft entzieht dem Haar Feuchtigkeit, macht es spröde und anfällig für Spliss. Doch was tun, wenn man auf das Föhnen verzichtet und die Haare stattdessen an der Luft trocknen lässt? Ist das die schonendere Alternative?

Überraschenderweise warnt nun ein Haarexperte sogar vor dem Lufttrocknen. Denn wenn die Haare lange feucht bleiben, kann das ebenfalls schädlich sein. In diesem Zustand ist die Haarstruktur besonders empfindlich. Die Schuppen der Haarschicht öffnen sich, was das Haar anfälliger für Bruch und Umwelteinflüsse macht. Zudem kann sich Feuchtigkeit in die Kopfhaut setzen – besonders im Nackenbereich – und zu Unwohlsein oder sogar Reizungen führen, wenn man zu lange mit nassen Haaren unterwegs ist.

Der Schlüssel liegt also im richtigen Gleichgewicht. Wer seine Haare föhnt, sollte auf eine moderate Temperatur achten und einen Hitzeschutz verwenden. Wer lieber lufttrocknen lässt, sollte die Haare vorher sanft mit einem Mikrofasertuch trocken tupfen – niemals rubbeln – und dafür sorgen, dass sie nicht stundenlang feucht bleiben. An kühlen oder windigen Tagen ist besondere Vorsicht geboten, da die Kombination aus Feuchtigkeit und Kälte das Haar zusätzlich belasten kann.

Letztendlich kommt es auf die individuelle Haarstruktur und die Lebensweise an. Beides – weder ständiges Föhnen noch zu langes Lufttrocknen – ist ideal. Die beste Pflege: Maß halten, auf die Bedürfnisse der Haare achten und gegebenenfalls auf natürliche Weise abtrocknen, ohne sie zu vernachlässigen.

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