Camembert – nicht jeder Weichkäse trägt diesen Namen

Wer in der Käsetheke steht, kennt das Dilemma: Ein cremiger Weichkäse mit weißer Rinde – ist das immer ein Camembert? Nein, nicht unbedingt. Obwohl viele Weichkäsesorten auf den ersten Blick ähnlich aussehen, erfüllt längst nicht jeder die strengen Kriterien, um wirklich Camembert genannt zu werden.

Ein echter Camembert ist ein Weichkäse mit einer charakteristischen weißen Edelschimmelflora – jener feine weiße Überzug, der beim Reifen entsteht. Doch das allein reicht nicht. Damit ein Käse in Frankreich den Namen „Camembert“ tragen darf, muss er bestimmte Vorgaben erfüllen: Ein bestimmter Fettgehalt in der Trockenmasse, eine bestimmte Größe – nämlich einen Durchmesser zwischen 10,5 und 11 cm – und oft auch eine traditionelle Herstellung. Besonders der legendäre Camembert de Normandie, der sogar eine geschützte Ursprungsbezeichnung (AOC) trägt, unterliegt strengen Regeln.

Andere Weichkäsesorten, etwa Brie, sehen ihm zwar ähnlich, haben aber eine andere Größe, ein anderes Mundgefühl oder eine leicht andere Reifung. Brie wird beispielsweise oft größer und flacher hergestellt als Camembert. Dabei ist Brie genauso ein Genuss – nur eben nicht dasselbe.

Wer also beim Einkauf auf Nummer sicher gehen will, sollte genau auf die Bezeichnung und Herkunft achten. Denn nicht jeder runde, weißschimmelige Käse ist automatisch ein Camembert – nur die, die alle Kriterien erfüllen, dürfen den Namen wirklich tragen.

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