Was ist kasachisch und wie unterscheidet es sich vom Russisch?
Kasachisch ist die offizielle Staatssprache in Kasachstan, einem großen Land in Zentralasien. Obwohl es die Amtssprache ist, sprechen viele Einwohner des Landes im Alltag lieber Russisch. Der Grund dafür liegt in der Geschichte: Kasachstan war lange Zeit Teil der Sowjetunion, und Russisch wurde damals in Schulen, Behörden und Medien breit verwendet. Diese Tradition hat bis heute nachgewirkt.
Kasachisch gehört zur turkischen Sprachfamilie, während Russisch eine slawische Sprache ist. Die beiden Sprachen unterscheiden sich daher stark – nicht nur in der Aussprache, sondern auch im Aufbau und der Schrift. Kasachisch wird heute meist mit arabischen oder kyrillischen Buchstaben geschrieben, wobei Kasachstan langsam auf das lateinische Alphabet umsteigt.
Viele Kasachen wachsen zweisprachig auf und können sowohl Kasachisch als auch Russisch. Doch oft ist Russisch die dominantere Sprache, besonders in Städten und bei jüngeren Generationen. Es ist daher nicht einfach, genau zu bestimmen, wie viele Menschen Kasachisch wirklich als Muttersprache sprechen. Schätzungen variieren, weil viele sich je nach Situation für eine der beiden Sprachen entscheiden.
Die kasachische Regierung bemüht sich seit Jahren, die eigene Sprache wieder stärker zu fördern – in Schulen, im öffentlichen Leben und in den Medien. Ziel ist es, das Bewusstsein für die kulturelle Identität zu stärken und die Bedeutung des Kasachischen nach der sowjetischen Vergangenheit neu zu beleben.
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