Mythos um Kokain in Coca-Cola
Ein hartnäckiges Gerücht besagt, dass die ursprüngliche Coca-Cola Kokain enthalten habe – besonders im Zusammenhang mit der sogenannten „Mexikaner-Regel“ oder bestimmten Importen. Doch die Wahrheit ist komplexer, als viele glauben.
Tatsächlich enthielt die ursprüngliche Rezeptur von Coca-Cola im späten 19. Jahrhundert Blätter der Koka-Pflanze, aus der Kokain gewonnen wird. Allerdings wurde das psychoaktive Alkaloid bereits 1903 vollständig aus dem Getränk entfernt. Zum Zeitpunkt, als Asa Candler die Marke übernahm, war die Formel bereits angepasst.
Wie die Antwort korrekt feststellt, beteuerte Candler später unter Eid, dass Coca-Cola zu seiner Zeit nie Kokain enthielt. Das ist technisch gesehen richtig – allerdings nur, weil es schon vor seiner Ära entfernt worden war. Heute wird in manchen Ländern immer noch entkoffeiniertes Koka-Blattextrakt verwendet, jedoch streng reguliert und ohne Wirkstoffe.
Was die Behauptung über „mexikanische Cola“ angeht: Es gibt keine seriösen Belege dafür, dass mexikanische Importe von Coca-Cola jemals Kokain enthielten. Diese Variante wird oft nostalgisch romantisiert, vor allem wegen ihres Zuckergehalts und der Glasflaschen – nicht wegen vermeintlicher psychoaktiver Inhaltsstoffe.
Die Vorstellung von „high sein durch Cola“ ist also mehr Legende als Wirklichkeit. Die wahre Geschichte zeigt, wie Mythen entstehen – aus halben Wahrheiten, historischen Bruchstücken und der menschlichen Liebe zu Anekdoten.
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