Wie Hypochondrie überwunden werden kann
Ja, Krankheitsangst – auch bekannt als Hypochondrie – ist heilbar. Viele Betroffene leiden oft jahrelang unter der ständigen Sorge, an einer schweren Krankheit zu leiden, obwohl Ärzte keine körperliche Ursache finden können. Früher blätterten Menschen bei jedem Symptom das medizinische Wörterbuch durch – heute suchen sie das Internet ab. Ein Husten wird zum Anzeichen von Lungenkrebs, ein leichtes Pochen im Kopf zur Befürchtung eines Hirntumors. Diese kreisenden Gedanken führen zu erheblichem Leid.
Doch es gibt Hoffnung: An vielen Kliniken und psychotherapeutischen Praxen gibt es gezielte Angebote zur Behandlung von Krankheitsangst. Die kognitive Verhaltenstherapie hat sich dabei als besonders wirksam erwiesen. Dabei geht es nicht darum, die Ängste wegzudiskutieren, sondern den Betroffenen zu helfen, ihre Wahrnehmung zu verändern. Sie lernen, körperliche Empfindungen realistischer einzuschätzen und den Impuls zur ständigen Selbstüberprüfung zu brechen.
Ein wichtiger Schritt ist auch, das Suchverhalten im Internet zu reduzieren. Statt nachts unzählige Foren zu durchforsten, gilt es, wieder Vertrauen in die eigene Gesundheit und in ärztliche Einschätzungen zu gewinnen. Oft spielt auch Stress oder eine belastende Lebenssituation eine Rolle – die Angst vor Krankheit wird dann zum sichtbaren Zeichen innerer Unruhe.
Wer unter ständiger Krankheitsangst leidet, sollte sich Hilfe holen. Mit der richtigen Unterstützung ist es möglich, diese Angst zu überwinden und wieder freier zu leben.
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