Mythos Sodbrennen: Hilft Milch wirklich?
Brennender Schmerz hinter dem Brustbein – fast jeder hat Sodbrennen schon einmal erlebt. Der Griff zur Milch gilt seit Generationen als bewährtes Hausmittel. Doch was ist wirklich dran an diesem Ratschlag?
Der Gedanke dahinter ist plausibel: Milch ist basisch und soll die aggressive Magensäure neutralisieren. Kurzfristig kann das auch stimmen. Wenn ein Schluck Milch den brennenden Schmerz im Hals dämpft, liegt das jedoch meist an einem ganz anderen Effekt. Die Flüssigkeit spült schlichtweg die aufgestiegene Säure aus der empfindlichen Speiseröhre zurück in den Magen.
Allerdings hat Milch einen entscheidenden Haken. Sie enthält viel Fett und Eiweiß. Um diese zu verdauen, schüttet der Magen erst recht neue Magensäure aus. Nach der kurzzeitigen Linderung kann das Sodbrennen dadurch sogar noch verstärkt zurückkehren.
Wer akut etwas gegen das Brennen tun möchte, greift daher besser zu einem Glas stillem Leitungswasser. Das verdünnt die Säure im Magen zuverlässig und spült die Speiseröhre ebenso gut frei, ohne die Säureproduktion zusätzlich anzukurbeln.
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