Paläo-Ernährung: Entzündungshemmend und darmfreundlich?

Die paläolithische Ernährung – kurz Paleo – steht immer wieder im Fokus, besonders bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa. Eine zentrale Frage lautet daher: Ist Paleo tatsächlich entzündungshemmend? Die Antwort lautet: Ja, indirekt. Die Ernährungsweise setzt bewusst auf natürliche, unverarbeitete Lebensmittel wie Gemüse, Obst, gesunde Fette und mageres Eiweiß, während sie verarbeitete Produkte, Zucker und Getreide meidet – und genau das könnte entscheidend sein.

Studien deuten darauf hin, dass die Paleo-Diät die Darmgesundheit langfristig positiv beeinflussen kann. Durch den Verzicht auf industriell verarbeitete Lebensmittel und die Betonung ballaststoffreicher pflanzlicher Nahrungsmittel wird das Darmmikrobiom begünstigt. Ein ausgewogenes Mikrobiom ist eng mit einer reduzierten Entzündungsneigung im Körper verknüpft. Gerade bei Colitis ulcerosa kann dies helfen, Schübe zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern.

Anders als bei strengen Diäten wie der Low-FODMAP-Ernährung oder der entdickungsdünnen Diät zielt Paleo nicht primär auf die Reduktion bestimmter Kohlenhydrate ab, sondern auf die Rückkehr zu ursprünglicher, natürlicher Nahrung. Das macht sie für viele langfristig leichter umsetzbar.

Trotzdem: Was für den einen hilfreich ist, passt nicht unbedingt für alle. Bei akuten Schüben von Colitis ulcerosa kann eine angepasste, leichtverdauliche Kost sinnvoller sein. Langfristig aber bietet die Paleo-Diät durch ihre entzündungshemmende Wirkung und ihre positive Wirkung auf das Darmmilieu eine interessante Option – besonders im Vergleich zu modernen westlichen Ernährungsgewohnheiten.

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