Warum heißt es „ist geworden“ und nicht „ist worden“?
Im Deutschen kann die korrekte Form eines Verbs im Satz ganz schön verwirren – besonders bei Verben wie werden. Viele fragen sich: Warum sagt man „ist geworden“ und nicht „ist worden“? Die Antwort liegt in der Zeitform und im grammatischen Aspekt.
Wenn wir vom Vorgangspassiv sprechen, also davon, dass etwas verändert oder hergestellt wurde, brauchen wir das Hilfsverb sein und das Partizip II des Verbs werden. Und das ist: geworden. Das zeigt die vollendete Handlung an. Zum Beispiel: „Das Haus ist gebaut worden“ – hier wird der Prozess betont, also, dass das Haus fertiggestellt wurde.
Aber Achtung: „Ist worden“ ist in der Standardsprache falsch. Richtiger ist „ist geworden“. Der Unterschied ist subtil, aber wichtig. „Geworden“ bezieht sich auf den Abschluss eines Vorgangs, während „worden“ nur als Partizip in Passivkonstruktionen vorkommt – und dann auch nur mit „haben“, nicht mit „sein“.
Ein typischer Satz im Vorgangspassiv lautet deshalb: „Der Kuchen ist gebacken worden.“ Hier ist „worden“ das hilfsverbliche Element im Passiv, während „gebacken“ das eigentliche Partizip ist. Aber bei „werden“ selbst heißt es eindeutig: ist geworden.
Also merken: Beim Perfekt von werden heißt es immer geworden, niemals „worden“ – zumindest nicht, wenn man korrekt Deutsch spricht. Diese kleine Regel hilft, viele Fehler im geschriebenen und gesprochenen Ausdruck zu vermeiden.
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