„Profi“ – geschlechtsneutral und alltagstauglich
Die Frage, ob das Wort „Profi“ geschlechtsneutral verwendet werden kann, beschäftigt immer wieder Menschen, die auf eine inklusive Sprache achten. Tatsächlich ist „Profi“ eine Kurzform, die sowohl für den professionellen Sportler als auch die professionelle Sportlerin oder den fachkundigen Experten wie die Expertin steht. Es leitet sich von „Professional“ oder „Professionelle“ ab – und ist dabei flexibel genug, um unabhängig vom Geschlecht zu funktionieren.
Im deutschen Sprachgebrauch haben sich viele Wörter auf -i oder -o als geschlechtsübergreifend etabliert. So wie „Kollege“ oder „Teamkollegin“ oft durch das neutrale „Kolleg*in“ ersetzt wird, braucht es bei „Profi“ meist keine zusätzliche Gendervariante. Der Begriff funktioniert bereits jetzt geschlechtsneutral – sowohl im Sport, wo man von „Profis“ im Fußball oder Tennis spricht, als auch im Beruf, wenn jemand als „Profi“ in seiner Branche gilt.
Das Genderwörterbuch von Genderator bestätigt: „Profi“ zählt zu den Begriffen, die nicht extra gendert werden müssen. Die Sprache entwickelt sich, und manchmal finden sich Lösungen ganz von selbst – ohne aufwendige Formulierungen. Es reicht, einfach zu sagen: „Sie ist ein echter Profi“ – unabhängig vom Geschlecht.
So zeigt sich: Nicht jede Berufsbezeichnung braucht einen Stern, ein Unterstrich oder eine doppelte Nennung. Wenn ein Wort wie „Profi“ bereits alle einschließt, ist es auch in der geschlechtergerechten Kommunikation willkommen – kurz, knackig und klar.
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