Was ist eigentlich Pulpo? Der Krake aus dem Meer
Wenn man in einem spanischen Restaurant die Speisekarte studiert, stößt man oft auf das Wort Pulpo. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Ganz einfach: Pulpo ist nichts anderes als der gemeine Oktopus, auch bekannt als Krake. Die Begriffe sind austauschbar – nur die Herkunft unterscheidet sich. Während „Oktopus“ aus dem Griechischen kommt und in der Wissenschaft oft verwendet wird, ist „Krake“ die umgangssprachliche deutsche Bezeichnung. Pulpo stammt aus dem Spanischen und ist besonders auf der Iberischen Halbinsel beliebt, etwa bei dem bekannten Gericht Pulpo a la Gallega.
Biologisch gesehen gehören Kraken zu den Tintenfischen – genauso wie Kalmare und Sepien. Sie sind besonders intelligent, haben acht Arme und können ihre Hautfarbe blitzschnell wechseln, um sich vor Fressfeinden zu verstecken. Doch auch auf dem Teller sind sie eine Herausforderung: Pulpo richtig zuzubereiten, erfordert Geduld. Wird er zu kurz gekocht, bleibt er gummiartig; zu lange, und er wird zäh. Traditionell wird er mehrmals ins kochende Wasser getaucht oder langsam in einem Topf gegart, bis das Fleisch zart und aromatisch ist.
Inzwischen ist Pulpo auch in deutschen Küchen kein Fremdwort mehr. Ob auf dem Markt, im Feinkostladen oder im spanisch angehauchten Bistro – immer mehr Menschen entdecken den Geschmack des Meeres neu. Und wer einmal probiert hat, wie delikat die Tentakel schmecken, wenn sie richtig zubereitet sind, versteht schnell, warum Pulpo, Krake und Oktopus längst mehr sind als nur ein Tier: Sie sind eine kulinarische Erfahrung.
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