Warum Roggenmehl nicht glutenfrei ist

Wer auf der Suche nach glutenfreiem Backen ist, sollte wissen: Roggenmehl enthält Gluten. Genauso wie Weizen- und Dinkelmehl gehört Roggen zu den glutenhaltigen Getreidesorten. Das Gluten sorgt dafür, dass der Teig elastisch und geschmeidig wird – eine typische Eigenschaft, die beim klassischen Brot- oder Brötchenbacken wichtig ist.

Glutenfreie Mehle wie Reis-, Mandel- oder Buchweizenmehl funktionieren jedoch ganz anders. Sie können Roggenmehl nicht einfach 1:1 durch ein glutenfreies Mehl ersetzen, ohne dass sich die Konsistenz verändert. Ohne Gluten wird der Teig meist brüchiger und hält nicht so gut zusammen. Das kann dazu führen, dass Kuchen oder Brote trocken oder zu fest werden.

Wenn Sie glutenfrei backen möchten, ist es besser, auf spezielle Mischungen zurückzugreifen, die oft eine Kombination aus verschiedenen Mehlen und Bindemitteln wie Xanthan enthalten. Diese Mischungen imitieren die klebrige Struktur von Gluten und sorgen so für ein besseres Ergebnis.

Ein weiterer Tipp: Achten Sie beim Einkauf auf die Kennzeichnung. Nur Produkte mit dem offiziellen „glutenfrei“-Symbol enthalten maximal 20 ppm Gluten und sind für Menschen mit Zöliakie unbedenklich. Wer sicher gehen will, liest stets die Zutatenliste – besonders bei Fertigmehlen oder Backmischungen.

Glutenfrei backen erfordert etwas Übung, lohnt sich aber besonders für alle, die auf Gluten verzichten müssen. Mit den richtigen Zutaten und etwas Experimentierfreude gelingen auch ohne Roggen oder Weizen leckere Backergebnisse.

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