Die Tierschutzdebatte um das Schächten

Das Schächten, also das rituelle Schlachten von Tieren ohne vorherige Betäubung, steht seit Jahren im Mittelpunkt intensiver Tierschutzdiskussionen. Aus tierschutzfachlicher und wissenschaftlicher Sicht ist dieses Verfahren mit erheblichen Schmerzen und Leiden für die betroffenen Tiere verbunden.

Beim Schächt-Schnitt werden die Haut, die Muskeln sowie die Blutgefäße, die Luft- und die Speiseröhre im Halsbereich vollständig durchtrennt. Entgegen der Annahme, dass der schnelle Blutverlust sofort zur Bewusstlosigkeit führt, belegen vielfältige wissenschaftliche Untersuchungen das Gegenteil. Die Tiere verlieren ihr Bewusstsein keineswegs augenblicklich: Während Schafe noch bis zu 15 Sekunden bei Bewusstsein bleiben können, hält dieser schmerzhafte Zustand bei Rindern sogar bis zu mehreren Minuten an.

In diesem Zeitraum erleben die Tiere extreme Todesangst und Schmerzen, während zusätzlich Blut in die Atemwege gelangen kann. Aus diesem Grund plädieren Tierschützer und Veterinärmediziner weltweit nachdrücklich dafür, jede Schlachtung ausschließlich mit einer vorherigen Betäubung durchzuführen, um unnötiges Tierleid konsequent zu verhindern.

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