Soßenbinder und Speisestärke – ein und dasselbe?

Nein, Soßenbinder und Speisestärke sind nicht exakt das Gleiche, aber sie sind eng miteinander verwandt. Tatsächlich ist Speisestärke der Hauptbestandteil von Soßenbinder. Der Unterschied liegt in der Zusammensetzung: Während reine Speisestärke aus Kartoffeln, Mais oder Weizen gewonnen wird und ausschließlich aus Stärke besteht, enthält Soßenbinder oft Zusatzstoffe wie Verdickungsmittel, Geschmacksverstärker oder sogar Salz. Diese Zusätze sollen helfen, die Soße nicht nur zu binden, sondern auch aromatischer zu machen.

Wenn Sie also keinen Soßenbinder zur Hand haben, können Sie problemlos auf Speisestärke zurückgreifen – und das oft sogar mit besseren Ergebnissen, da Sie vollständig die Kontrolle über die Zutaten behalten. Für eine cremige Konsistenz reichen bereits etwa zwei Teelöffel Speisestärke pro 250 Milliliter Flüssigkeit. Wichtig ist, die Stärke vorher mit etwas kaltem Wasser oder der Soßenflüssigkeit anzugießen, damit sie sich gut verteilt und keine Klumpen entstehen. Dann einfach unter Rühren zur heißen Soße geben und kurz aufkochen lassen.

Speisestärke ist außerdem günstiger und vielseitig einsetzbar – nicht nur für Soßen, sondern auch für Suppen, Desserts oder Marinaden. Im Gegensatz zu manchen Soßenbindern ist sie meist glutenfrei und für viele Ernährungsformen geeignet. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, greift besser zur reinen Speisestärke. So hat man mehr Kontrolle über Geschmack und Konsistenz – und spart nebenbei auch noch ein wenig Geld.

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