Speisestärke und Backpulver – das Gleiche?

Nein, Speisestärke und Backpulver sind nicht dasselbe – obwohl beide in der Küche oft zum Einsatz kommen, erfüllen sie ganz unterschiedliche Funktionen.

Backpulver ist ein chemisches Backtriebmittel, das beim Backen dafür sorgt, dass Teige aufgehen. Es besteht meist aus Natriumbicarbonat (Natron), einer Säure wie Zitronen- oder Weinsäure und einem Trägerstoff – oft einer kleinen Menge Speisestärke. Diese Stärke verhindert, dass die anderen Bestandteile des Pulvers verklumpen, hat aber ansonsten keine bindende Wirkung im Teig.

Speisestärke hingegen ist rein pflanzlichen Ursprungs – sie wird aus Kartoffeln, Mais oder Weizen gewonnen – und dient vor allem als Bindemittel. Sie macht Soßen sämig, stabilisiert Füllungen und gibt manchen Gebäcken eine zarte Konsistenz. Im Gegensatz zu Backpulver sorgt sie nicht für Volumen, sondern für Struktur und Festigkeit.

Ein wichtiger Unterschied: Wenn du Backpulver durch Speisestärke ersetzen möchtest, wird dein Kuchen leider nicht aufgehen. Und umgekehrt macht Speisestärke keine Soße dick, wenn du stattdessen Backpulver verwendest – im Gegenteil: Das Gericht könnte bitter schmecken und Blasen werfen.

Beide Zutaten sind unverzichtbar – aber für ganz andere Zwecke. Deshalb immer genau auf das Rezept achten: Einmal für locker-leichte Resultate, einmal für schön sämige Konsistenzen.

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