Stärkemehl und Speisestärke – ein und dasselbe?

Im Alltag tauchen die Begriffe Stärkemehl und Speisestärke oft auf, besonders beim Kochen oder Binden von Soßen. Doch was ist nun eigentlich der Unterschied? Die Antwort ist einfach: Es gibt keinen wirklichen Unterschied – außer in der Bezeichnung.

In Deutschland wird das Pulver, das aus der Stärke von Pflanzen wie Kartoffeln, Mais oder Weizen gewonnen wird, je nach Region mal als Stärkemehl, mal als Speisestärke bezeichnet. Technisch gesehen handelt es sich immer um dasselbe feine, weiße Pulver, das hervorragend zum Andicken von Suppen, Soßen oder süßen Speisen geeignet ist.

Der Name „Mehl“ im Begriff Stärkemehl ist eigentlich etwas irreführend, denn im Gegensatz zu Weizenmehl enthält Speisestärke kaum Eiweiß und wird ausschließlich aus der Stärke der Pflanze hergestellt. Es ist geschmacksneutral und löst sich beim Erhitzen in Flüssigkeiten, wodurch es seine bindende Wirkung entfaltet.

Ob auf der Packung nun „Speisestärke“ oder „Stärkemehl“ steht – beim Kochen spielt das keine Rolle. Wichtig ist nur, dass es richtig dosiert wird: Zu viel kann eine gummiartige Konsistenz verursachen, zu wenig bleibt wirkungslos.

Wer also in einem Rezept „Speisestärke“ liest und nur „Stärkemehl“ im Schrank hat, muss sich keine Sorgen machen. Beides funktioniert gleich gut. Die Wahl des Namens hängt meist nur vom Hersteller oder der regionalen Gewohnheit ab.

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