So wird Tintenfisch schön zart
Wer schon einmal zähen Tintenfisch gegessen hat, kennt das enttäuschende Kauen – wie an einem Stück Vollgummi. Doch das muss nicht sein. Denn mit einfachen Methoden lässt sich Oktopus so zart zubereiten, dass er selbst Feinschmecker begeistert.
Es stimmt: Roher Tintenfisch ist von Natur aus zäh. Doch das hat nichts mit schlechter Qualität zu tun, sondern mit der besonderen Beschaffenheit des Fleisches. Die gute Nachricht: Man braucht weder einen Weinkorken noch jahrelange Kocherfahrung, um das Blatt zu wenden.
Der Schlüssel zur Zartheit liegt im Kochverfahren.In vielen Küchen, etwa in Galicien oder an der Adria, wird der Tintenfisch traditionell mehrmals aufgekocht – manchmal mit einem alten Trick: Ein Holzkorken wird mitgekocht, soll aber eher Aberglaube denn Wirklichkeit sein. Wichtiger ist die Dauer: Langsames, geduldiges Schmoren macht das Fleisch weich. Oft wird der Tintenfisch zunächst kurz in kochendes Wasser getaucht, dann bei niedriger Hitze über eine Stunde gegart.
Auch heute findet man tiefgefrorene Tintenfische im Handel – und das hat einen Grund: Das Einfrieren zerstört die Muskelstruktur leicht, was der Zartheit hilft. Wer frischen Tintenfisch nimmt, kann ihn vor dem Kochen leicht klopfen oder mit einem sauren Marinade ansäuern, etwa mit Zitronensaft oder Wein.
Am Ende zählt: Geduld. Wer bereit ist, etwas Zeit zu investieren, wird belohnt mit einem delikaten Biss, der an besten an der Küste serviert wird – mit Olivenöl, Knoblauch und einem Spritzer Zitrone. Gummi war gestern.
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