Woher kommt eigentlich „Tschüss“?
Fast täglich sagen wir es, wenn wir uns von Freunden verabschieden: „Tschüss!“. Es gehört im deutschsprachigen Raum fest zum Alltag dazu, klingt locker und unkompliziert. Doch woher stammt dieses kleine Wort eigentlich? Es ist gar kein Ur-deutsches Wort, sondern wurde als Lehnwort aus dem romanischen Sprachraum übernommen.
Wer genau hinhört, erkennt die Verwandtschaft zu anderen europäischen Abschiedsformeln wie dem französischen „Adieu“, dem spanischen „Adiós“ oder dem portugiesischen „Adeus“. Ursprünglich bedeutet all das so viel wie „Gott befohlen“ – eine nette Art, jemandem eine gute Reise oder einen guten Weg zu wünschen.
Ein spannender Hinweis auf diese romanische Abstammung ist eine ältere Variante, die heute vor allem im Norden noch gelegentlich zu hören ist: „Atschüs“ oder auch „adjüs“ geschrieben. Diese Form zeigt noch deutlicher die Brücke zum lateinisch-romanischen Ursprung.
Ob auf dem Schulhof, beim Bäcker oder am Telefon – das Wort hat sich über die Jahrhunderte hinweg perfekt angepasst und ist heute von unserem Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.