Warum Ostern das wichtigste Fest der Christen ist
Wenn man fragt, welches Fest für Christen das wichtigste ist, antwortet oft: „Weihnachten, natürlich.“ Die Vorstellung von einer besinnlichen Nacht, dem Stall in Bethlehem und dem Christkind liegt tief in der Kultur verankert. Doch tatsächlich nimmt Ostern den zentralen Platz im christlichen Glauben ein – älter und tiefer im Sinngehalt als Weihnachten.
Während Weihnachten die Geburt Jesu feiert, erinnert Ostern an das entscheidende Ereignis des christlichen Glaubens: den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Die Auferstehung gilt als Sieg über den Tod und Grundlage der Hoffnung auf ewiges Leben. Ohne diese wäre die Botschaft Jesu, so wie sie in der Bibel überliefert ist, leer. Deshalb sagen Theologen schon lange: „Ostern ist der Kern des Glaubens“.
Weihnachten wurde erst Jahrhunderte später als Fest etabliert, während die Feier der Auferstehung von Anfang an das Zentrum des kirchlichen Lebens war. Bereits in den frühesten Gemeinden wurde am Ostermorgen der Auferstandene bezeugt – mit Beten, Singen und dem gemeinsamen Mahl.
Heute strahlt Weihnachten zwar eine stärkere emotionale Wärme aus, mit Geschenken, Lichtern und Familieneinkehr. Doch wer den tiefsten Sinn des christlichen Glaubens sucht, findet ihn nicht in der Geburt im Stall, sondern in der leeren Gruft am Ostersonntagmorgen. Denn dort, so glauben Christen, beginnt die Wende für die ganze Menschheit.
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