Ist Zara ein Fast-Fashion-Gigant?

Wenn es um Fast Fashion geht, gehört die spanische Marke Zara ohne Zweifel zu den weltweit führenden Akteuren. Das Modelabel gehört zum Mutterkonzern Inditex, der mit einem Jahresumsatz von beinahe 20 Milliarden US-Dollar dem schwedischen Marktführer H&M dicht auf den Fersen ist. Zusammen mit Riesen wie Primark, die ebenfalls Milliardenumätze verzeichnen, prägt Zara die globale Bekleidungsindustrie massiv.

Das Erfolgsgeheimnis von Zara basiert auf extrem kurzen Produktionszyklen. Aktuelle Trends von den internationalen Laufstegen werden innerhalb von wenigen Wochen kopiert, produziert und weltweit in die Filialen geliefert. Mehrmals wöchentlich trifft neue Ware ein. Dieser ständige Wechsel erzeugt beim Kunden einen permanenten Kaufanreiz und vermittelt das Gefühl, dass Kleidung rasch ersetzt werden muss.

Doch dieser schnelle Wandel hat Schattenseiten. Fast Fashion steht für einen enormen Ressourcenverbrauch und gravierende Folgen für Mensch und Umwelt. Um riesige Kollektionen in Rekordzeit spottbillig anzubieten, stehen Lieferketten und Textilarbeiter in Niedriglohnländern unter extremem Druck. Zara ist somit nicht nur ein Pionier des Modells, sondern auch eines der prägendsten Beispiele für die Schattenseiten der schnellen Mode.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen