Kann man ChatGPT-Texte in Arbeiten erkennen?

Die Frage, ob Texte, die mit Hilfe von KI wie ChatGPT verfasst wurden, auffällig sind, beschäftigt viele Studierende und Lehrende. Tatsächlich können Professoren mit bloßem Auge oft nicht sicher sagen, ob ein Text maschinell generiert wurde – Studien zeigen jedoch, dass die Trefferquote bei etwa 74 Prozent liegt. Das bedeutet: Lehrkräfte erkennen KI-Inhalte zwar häufig, aber längst nicht immer.

Noch interessanter wird es bei den technischen Hilfsmitteln. Eine aktuelle Untersuchung mit dem Titel „Testing of detection tools for AI-generated text“ hat 12 öffentlich verfügbare Tools sowie zwei kommerzielle Systeme – darunter Turnitin und PlagiarismCheck – auf ihre Zuverlässigkeit geprüft. Die Ergebnisse sind gemischt: Während einige Tools relativ zuverlässig sind, neigen andere zu Fehlentscheidungen, etwa indem sie menschliche Texte fälschlich als KI-generiert einstufen.

Turnitin, das bei vielen Hochschulen im Einsatz ist, zeigt sich in der Praxis deutlich besser. Seit 2023 bietet der Anbieter eine spezielle Funktion zur Erkennung künstlich erzeugter Texte. Dennoch: Kein Tool ist perfekt. Insbesondere wenn Texte nachträglich bearbeitet oder gut umformuliert werden, wird die Detektion schwieriger.

Das Fazit: Ja, ChatGPT-Texte können erkannt werden – aber nicht immer zuverlässig. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte deshalb lieber eigene Formulierungen verwenden und KI-Hilfen bewusst und transparent einsetzen. Die Gefahr, aufzufliegen, wächst – besonders an Hochschulen mit leistungsstarken Systemen wie Turnitin.

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